Unbeschwert leben

„Kennt ihr das auch?!“ (beliebter Satz bei Coaches und Therapeuten…)

Aber jetzt mal ohne Scherz; worüber ich heute berichten möchte, ist die „Ich kann Alles!“ – Mauer. Die kenne ich aus eigener Erfahrung nur zu gut, und ich will Dir erzählen, was es damit auf sich hat. Und natürlich stelle ich auch hierfür Lösungen vor, denn wir wollen hier nicht nur den Finger in die Wunde legen, sondern auch Perspektiven aufzeigen.

Viele Menschen schrecken in ihrem Alltag vor scheinbar einfachen Aufgaben zurück, die von einer anderen Warte aus betrachtet nicht besonders schwer zu bewältigen sind. Solche Sätze wie „Stell Dich nicht so an!“ oder „Andere können das doch auch!“ oder „Wenn man nur will, kann man Alles!“ helfen da auch nicht weiter, sondern treiben den Stachel noch tiefer ins Fleisch.

Wenn der Schwierigkeitsgrad Deiner Aufgabe und Deine Meinung über Deine eigenen Fähigkeiten – was Du kannst oder nicht – offensichtlich nicht übereinstimmen, müssen wir tiefer gehen und noch einmal genau hinschauen.

Kein Mensch hat aus lauter Spaß an der Selbstverleugnung eine niederschmetternde Meinung über sich. Es muss eine reale Erfahrung dahinterstecken, die diesen Menschen über sich sagen lässt: „Du bist dazu nicht fähig!“ Aus dieser Erfahrung, die vielleicht schon viele Jahre zurückliegt, leitet dieses Wesen ab: „Du hast damals versagt, Du wirst heute wieder versagen!” Das heißt: eine schlechte Erfahrung wird verallgemeinert, und dieser Glaubens-Satz meldet sich im Alltag an unpassender Stelle; wo Initiative verlangt ist statt aufzugeben.

Doch wie kann es zu dieser Verallgemeinerung kommen? Und wie kann sich diese Meinung über sich selber so tief in die Seele einbrennen? Diese Erfahrung muss schon lange zurückliegen und stattgefunden haben, als wir noch nicht reflektiert haben – als Kind!

Stell Dir vor, ein Mädchen soll den betrunkenen Vater aus der Kneipe holen, oder ein Junge soll sich täglich die Geschichten und Erlebnisse seiner Mutter aus dem 2. Weltkrieg anhören. Ein Kind denkt nicht darüber nach, sondern tut das aus Liebe und weil es erwartet wird. Ein Kind hat auch Allmachtsfantasien und denkt: „Ich kann Alles! Ich helfe Mama/Papa, sie brauchen mich!“

Tatsächlich leben wir in einer Gesellschaft, in der die Gefühle der Erwachsenen oft nicht stattfinden dürfen, vor allen Dingen, wenn es sich um Ohnmachtsgefühle oder Ähnliches handelt. Seit Generationen schon gilt der, der sich damit zu Worte meldet, als schwach. Seit Generationen schon bleibt der/die Erwachsene auf den eigenen Problemen sitzen, das ändert sich hierzulande erst in der letzten Zeit. Da hat sich eine ganze Menge angesammelt in unserem Land, doch oft gilt der, der sich Hilfe holt, immer noch als peinlich oder „nicht ganz richtig im Kopf!“

In anderen Ländern wie der USA zum Beispiel ist es anders; viele Menschen sind dort eher bereit, ihre Probleme nicht mehr als „Schande“ anzusehen, sondern sich Hilfe zu holen und problematische Situationen zu beleuchten. Dies verbessert ihr Leben oft enorm und nimmt ihnen viel Last von den Schultern. Ein Segen für Alle!

Doch zurück zu den Kindern: das Mädchen, das den Vater aus der Kneipe holen muss, opfert sich auf, es gibt seine ganze Kraft in diese Aufgabe – und realisiert am Ende, dass es den Vater doch nicht retten kann.  Genauso der Junge, der sich täglich die Geschichten seiner Mutter anhört! Er sieht; “Mama geht es trotzdem nicht besser, all meine Zuwendung hat nichts bewirkt.”

Beide zerbrechen fast an dieser Aufgabe und können als Kinder niemals erkennen, dass ein Kind so etwas nicht kann, weil es dafür ungeeignet ist. Besonders dann, wenn die Eltern ihrem Kind diese Aufgabe ganz selbstverständlich aufbürden, statt sich anderswo Hilfe zu holen!!!

Die Kinder werten das als persönliches Versagen, vor Allem, wenn diese Überforderung über einen längeren Zeitraum stattfindet. Das „Ich kann es nicht!“ – Gefühl ist wie ein Schock, zementiert sich mit der Zeit und verschwindet im Unterbewusstsein. So haben es viele Generationen gehandhabt – so wurden viele Traumen in die Welt gesetzt. Oder kennt ihr eine 7-jährige, die zum Vater oder zur Mutter gesagt hat: „Nicht meine Baustelle!“? – Ich nicht!

Gefühle verschwinden nicht einfach so, weder bei Kindern noch bei Eltern. Schuldgefühle auch nicht, und oft kommt das Alles auf schmerzliche Weise später hoch. Darüber zu reden ist immerhin ein Anfang, aber letzten Endes findet die Lösung nicht im Kopf statt – reden unterstützt nur die Bewusstmachung!

Es geht nicht nur um Erkenntnis, sondern vor allen Dingen um Lösung und Heilung; Gnade mit sich selber. Es geht darum, dieses Gefühl der übergroßen Last und des Versagens endlich abzulegen. Das Schuld-Gefühl des „Ich hätte es damals doch besser machen können!“ hindert uns am wirklichen Leben und an unserer Lebensfreude ; das weiß ich aus eigener Erfahrung!

Und das ist die Stelle, an der ich Dir Mut machen möchte. Auch Du schaffst es, diese alten Lasten abzulegen, wenn Du sie bei Dir entdeckt hast. Und vor allen Dingen sind es ja auch nicht Deine!!

Gerne helfe ich Dir dabei, die „Ich kann Alles!“ – Mauer, die wie ein Hindernis zwischen Dir und Deinen wirklichen Möglichkeiten steht, aufzulösen. Wir kreieren einen Ort, an dem Du Dich wohl fühlen kannst, wo „Alles in Ordnung“ ist. Oft braucht man die Erfahrung dieses Ortes, um einmal zu spüren: „Es geht auch anders!!“ Heilende Worte und Klangbotschaften sind hierfür besonders gut geeignet, und ein wohltuender Anfang ist gemacht.

Letztens war eine Frau bei mir zu Gast, der ich nur kurz einige meiner Klänge vorspielen wollte – und schon dabei kam sie in eine tiefe Entspannung und dieses Wohlgefühl. Wir waren beide sehr erstaunt, und es machte uns wirklich Mut!! Also: wenn auch Du Dich auf den Weg begeben willst, unterstütze ich Dich gerne dabei.

Und alle Informationen, die zwischen uns fließen, werden natürlich vertraulich behandelt!!

In Achtung und Liebe – Dein MIKO

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